Seniorenskate Logo 40+ Nordic Walking

    Nordic Walking - Inlineskaten in Nürnberg
Zusammenarbeit mit 1. FCN Roll- und Eissport e.V.


ABC

Nordic Skaten
Beim Nordic Skaten werden gleichzeitig die gesamte Muskulatur sowie die Atmungsorgane und die Durchblutung beansprucht. Von der Technik her kann Nordic Skaten mit der freien Technik des Skilanglaufs (Skaten) verglichen werden. Nordic Skaten ist Bestandteil des Sommertrainings der nordischen Skisportler. Die vielfältigen Vorteile des Skilanglaufs gelten auch für Nordic Skaten.

Für Einsteiger geeignet!
Nordic Skaten ist sicherer als das klassische Inline-Skaten, da die Stöcke zwei zusätzliche Stützpunkte darstellen. Allerdings bringen die Stöcke auch ein zusätzliche Sturzgefahr mit sich. Vor dem Einsatz von Stöcken beim Inlineskaten ist daher das Erlenen der Stocktechnik beim Nordic Walking empfehlenswert.
Viele Einsteiger können durch die Dosierung des Stockeinsatzes ihr Fahrtempo besser kontrollieren.

Vergleich Inline-Skating - Nordic Skaten

Beinorientiertes Inline-Skaten   Ganzkörperorientiertes Nordic Skaten

Beim klassischen Inline-Skating steht die Beinarbeit im Vordergrund; vergleichbar mit dem Radsport werden relativ wenige Muskelgruppen dabei intensiv belastet. Dies betrifft im wesentlichen die Beine und den unteren Rücken.

  Beim Nordic Skaten werden alle großen Muskelgruppen des Körpers eingesetzt. Durch die gleichmäßigere Beanspruchung des Bewegungsapparates und den ständigen Wechsel aus Beanspruchung und Erholung wird neben einer Erhöhung der Pulsfrequenz und Verbesserung der Durchblutung die muskuläre Ausdauer erhöht und Dysbalancen vermieden.

Doppelstockschub
Es ist wichtig, den Doppelstockschub richtig zu beherrschen, da er bei allen Skating-Techniken eingesetzt wird. Durch den geradlinigen Stockeinsatz kommt man schwungvoll voran und vermeidet eine Behinderung der anderen Verkehrsteilnehmer.

Der Bewegungsablauf beginnt mit dem Aufsetzen der Stöcke. Die Arme sind auf Höhe der Schultern fast gerade nach vorn gestreckt. Der Blick ist nach vorn auf den Handgriff der Stöcke gerichtet. Der Oberkörper ist leicht nach vorn gebeugt und das Gewicht des Skaters liegt auf den Füßen. Beim parallelen Abstoßen mit beiden Armen ist darauf zu achten, dass das gesamte Körpergewicht auf die Stöcke verlagert wird.
Beim Abstoss wird zunächst die Oberkörpermuskulatur belastet.
Mit Beginn des beidseitigen Armabstoßes beugt sich der Oberkörper automatisch weiter nach unten und die Hände passieren den Körper auf Kniehöhe. Erst in diesem Moment übernehmen die Hände die Stosskraft. Der Oberkörper ist weiterhin gebeugt.
Nach dem Ende des Armabstoßes richtet sich der Oberkörper wieder auf.
Durch das Aufrichten des Oberkörpers pendeln die Arme nach vorn, um neuen Schwung zu holen, und der Bewegungsablauf beginnt von vorn. Der Kopf ist in dieser Phase leicht nach unten geneigt und der Blick nach vorn auf die Hände gerichtet. Dabei verlagert sich das Gewicht des Skaters automatisch wieder auf die Füße.

Schneller Doppelstockschub
Die schnellere Version des Doppelstockschubs eignet sich besonders an leichten Steigungen und zur Beschleunigung
beim Start.

Von der Grundtechnik (Doppelstockschub) unterscheidet sich der schnelle Doppelstockschub vor allem darin,
dass die Arme fast die ganze Zeit zu 90 Grad gebeugt sind und der Stockeinsatz so nahe wie möglich am Körpererfolgt. Aus diesem Grunde wird der Oberkörper relativ wenig bewegt, um die Geschwindigkeit nicht zu sehr drosseln. Das ständige Beugen der Knie erhöht die Geschwindigkeit, wobei die Hände den Körper nicht passieren dürfen.

Skating 1:2
Skating 1:2 ist die überwiegend angewendete Technik beim Nordic Skaten . Beim asymmetrischen Skating 1:2 erfolgt auf jeden zweiten Beinabstoß ein Doppelstockschub. Nach dem ersten Doppelstockschub erfolgt der,Beinabstoß des Gleitbeins, während die Arme locker nach vorn pendeln. Der Stockeinsatz erfolgt parallel zur Skaterichtung, da überflüssige Drehbewegungen des Oberkörpers die Kraft des Beinabstoßes vermindern würden.

Die Skating 1:2-Technik beginnt mit einem Doppelstockschub, wobei die Schulterlinie während des ganzen Schubs im rechten Winkel zur Vortriebrichtung bleibt. Die Stöcke werden auf Höhe des Abstoßbeins aufgesetzt, wodurch ein effektiver Stockeinsatz gewährleistet ist.
Nach Aufsetzen der Stöcke erfolgt der Beinabstoß zur Seite, wobei das Körpergewicht des Skaters auf das Gleitbein verlagert wird. Das Gleiten der Inline-Skates sollte möglichst gerade nach vorn erfolgen.
Wenn die Hände den Körper passieren, erfolgt der Beinabstoß, wobei zu Beginn des Beinabstoßes das Körpergewicht des Inline-Skaters unbedingt vor dem Stützpunkt liegen muss. Der Inline-Skate des Abstoßbeins hat sich jetzt bereits vom Asphalt gelöst und die Arme pendeln nach hinten. Gleichzeitig mit dem kräftigen Abstoß des Fußes schwingen die Arme rhythmisch ohne Verzögerung wieder nach vorn. Dies gewährt einen flüssigen und dynamischen Bewegungsablauf. Das Körpergewicht des Skaters
wird wieder auf das Abstoßbein zurückverlagert.
Nach dem Abstoß wird das Abstoßbein gestreckt und das Körpergewicht auf das Gleitbein verlagert. Das Gleitbein wird möglichst nahe an das Abstossbein herangeführt. Die Arme werden nach vorn gestreckt, damit der Stockabstoß ziemlich hoch angesetzt werden kann. Der Armabstoß
muss symmetrisch und in Vortriebrichtung erfolgen.
Beim Skating 1:2 wird der Oberkörper effektiv in den Bewegungsablauf integriert. Der Anteil des Oberkörpers an der Gesamtleistung macht ca. 30-40 % aus.

Skating 1:1
Das Skating 1:1 unterscheidet sich vom Skating 1:2 durch einen symmetrischen Ablauf. Jeder Beinabstoß wird dabei durch einen Doppelstockschub unterstützt. Bei dieser Technik werden Doppelstockschub und Beinabstoß effektiv miteinander kombiniert.
Rhythmus: Stockschub - Beinabstoß - Stockschub - Beinabstoß Charakteristisch ist eine lange Gleitphase auf einem Bein.

Mit Aufsetzen der Stöcke beginnt der geradlinige Doppelstockschub. Das Gleitbein wird gestreckt und der Inliner aufgekantet.
Wenn die Arme den Körper passieren, erfolgt der Beinabstoß. Gleichzeitig wird das Gleitbein nach vorn geführt.Die Arme pendeln entspannt nach hinten und das Körpergewicht wird auf das Gleitbein verlagert. Nach Abschluss des Beinabstoßes schwingen die Arme nach vorn.
Derselbe symmetrische Bewegungsablauf erfolgt auf der anderen Seite.

Skating an Steigungen
Der normale Doppelstockschub stellt einen asymmetrischen Bewegungsablauf dar, bei dem der Arm auf der Seite des Abstoßbeins den Stockschub steuert. Der Bewegungsablauf beginnt mit Aufsetzen von Stock und Inliner. Beim Stockeinsatz handelt es sich um einen nahezu reinen Doppelstockschub, der unbedingt in Vortriebrichtung erfolgen muss. Parallel zu jedem Doppelstockschub erfolgen die Beinabstöße.

Stöcke und Abstoßbein werden gleichzeitig aufgesetzt. Der Stockeinsatz ist ein nahezu reiner Doppelstockschub und erfolgt parallel zum Körper. Wenn die Arme den Körper passieren, ist die höchste Schubkraft erreicht und die Stöcke schwingen frei nach hinten. Das Abstoßbein
ist noch leicht gebeugt und der Beinabstoß setzt ein. Das Abstoßbein wird gestreckt und die Stöcke mit fast ausgestreckten Armen nach vorn geführt. Hände, Kopf und Schultern sind in Vortriebrichtung ausgerichtet.
Durch den Schwung des Arm- und Beinabstoßes wird der Inliner des Abstoßbeins nach vorn geschoben. Der Skate läuft leicht innenkantig und das Gewicht des Skaters wird auf das Abstoßbein verlagert. Das Abstoßbein wird gestreckt und die Arme für einen erneuten Abstoß nach vorn geführt. Gleichzeitig wird auch das Gleitbein wieder nach vorn gesetzt.

     


–› zurück

Sport pro Gesundheit

Übungsleiter: Volker  Springhart ( ) Telefon 0911 819119 (M-Net) oder 0176 81064837 (O2)
Nordic Walking und Nordic Skating Instructor des DNV Deutscher Nordic Walking und Nordic Inline Verband e.V.
Trainer C Inlineskaten, Übungsleiter B Sport in der Prävention und Sport für Ältere des BLSV;

Qualitätssiegel "Sport pro Gesundheit" des DOSB für Fitness-Inlineskaten und Nordic Walking